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12.08.2014 - gesponserter Artikel  |  Kommentare: 0

PR/Pressemitteilung: Bestätigt: Erhöhtes Demenzrisiko bei Vitamin D-Mangel

PR/Pressemitteilung: Bestätigt: Erhöhtes Demenzrisiko bei Vitamin D-Mangel
Ein starkes Absinken des Vitamin D-Gehalts im Blut älterer Menschen könnte die Wahrscheinlichkeit verdoppeln, an Alzheimer zu erkranken

Exeter (Großbritannien) - Die bisher größte Studie ihrer Art bestätigt einen engen Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Spiegel im Blut und dem Demenzrisiko bei älteren Menschen. Ein ausgeprägter Vitamin D-Mangel war verbunden mit einer mehr als doppelt so großen Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz zu erkranken, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt „Neurology“. Dass ein zu geringer Vitaminspiegel die Hirnerkrankung tatsächlich verursacht, ist zwar naheliegend, lässt sich durch die Beobachtungsstudie aber nicht direkt nachweisen. Deshalb sollen neue Studien prüfen, ob sich durch eine verstärkte Vitamin D-Zufuhr das Demenzrisiko auch wieder senken lässt.

„Die Ergebnisse haben uns überrascht: Der Zusammenhang zwischen einem geringen Vitamin D-Spiegel und dem Krankheitsrisiko war doppelt so stark, wie wir erwartet hatten“, sagt David Llewellyn von der University of Exeter, ein Mitglied des Forscherteams. An der Studie beteiligten sich 1658 Menschen, die mindestens 65 Jahre alt waren und zu Beginn keine Anzeichen einer Demenz oder Gefäßerkrankung zeigten. Im Verlauf von fünfeinhalb Jahren erkrankten 171 Personen an einer Demenz, darunter 102 an Alzheimer. Die Demenzdiagnose wurde in jedem Einzelfall von einem Expertenteam aus Neurologen und Psychiatern erstellt, die dazu auch Hirnscans nutzten. In Blutproben ermittelten die Forscher den Gehalt an Vitamin D, das aus drei möglichen Quellen stammen kann: aus der Eigenproduktion in der Haut mit Hilfe der UVB-Strahlung des Sonnenlichts, aus Lebensmitteln wie fettem Fisch oder aus Vitaminpräparaten.

Testpersonen mit sehr geringem Vitamin D-Spiegel (weniger als 25 nmol/L oder 10 ng/ml) hatten ein um 125 Prozent erhöhtes Risiko, an irgendeiner Form der Demenz zu erkranken. Ein ähnlicher Wert ergab sich auch speziell für die Alzheimer-Krankheit. Lag der Blutwert für das Vitamin etwas höher, zwischen 25 und 50 nmol/L, stieg das generelle Demenzrisiko um 53 Prozent und das Alzheimer-Risiko um 69 Prozent. Als Vergleich dienten diejenigen mit einem Blutspiegel von mehr als 50 nmol/L und minimalem Demenzrisiko. Bei der Auswertung wurden andere Einflussfaktoren wie Alter, Schulabschluss, Körpergewicht, Geschlecht, Tabak- und Alkoholkonsum berücksichtigt.

Die Forscher vermuten, dass eine mangelhafte Zufuhr von Vitamin D das Gehirn schädigt und eine Demenz begünstigt. Ein Einfluss anderer, noch unbekannter Faktoren ist aber nicht ausgeschlossen. Auch eine umgekehrte Ursache-Wirkung-Beziehung wäre denkbar: Eine Demenz könnte zu einem Absinken des Vitamin D-Spiegels führen. Denn wenn sich demente Menschen weniger im Freien aufhalten, können sie über die Haut auch weniger Vitamin D bilden, da sie sich nicht ausreichend lange dem Sonnenlicht aussetzen. Diese Erklärung halten die Autoren in diesem Fall aber für sehr unwahrscheinlich, da alle Probanden zu Beginn der Studie körperlich aktiv und noch ohne Demenzsymptome waren. Dagegen gibt es konkrete Hinweise darauf, dass das Vitamin für den Erhalt kognitiver Hirnleistungen wichtig ist, indem es das Absterben von Nervenzellen verhindert. Um eine solche Schutzfunktion nachzuweisen sind neue Studien nötig. Diese sollen prüfen, ob durch Einnahme von Vitamin D-Präparaten eine Demenz verhindert oder verzögert werden kann.

Bei Menschen, die in der gemäßigten Zone der Erde leben, kann der Vitamin D-Spiegel im Winter stark sinken, da die Haut zu wenig der Sonne ausgesetzt ist. Wenn dann auch noch die Fähigkeit zur Vitaminproduktion in der Haut mit fortschreitendem Alter generell nachließe, würde das den Vitaminmangel zusätzlich verstärken. Wer seine Vitamin D-Zufuhr durch die Ernährung verbessern will, sollte dafür sorgen, dass häufig Fische wie Hering, Thunfisch, Lachs oder Sardinen auf dem Speiseplan stehen.


Quelle: Wissenschaft aktuell


 

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