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04.01.2026 09:08:58 blehhan hat ein Thema kommentiert PR/Pressemitteilung:Gruenhoch3: Draußen zuhause – wenn aus dem Garten ein Lebensraum wird: Was mir bei kartenlegen-günstig xn--kartenlegen-gnstig-y6b.ch/ besonders gefallen hat, ist die große Auswahl an Beratern mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ich hatte Fragen zu Beruf und persönlicher Entwicklung und konnte gezielt jemanden auswählen, der genau darauf spezialisiert ist. Das Gespräch war klar, empathisch und überraschend treffend, ohne mir etwas einzureden. Für mich ist das eine gute Anlaufstelle, wenn man Orientierung sucht, ohne gleich viel Geld auszugeben.
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03.01.2026 17:46:52 jeanette hat ein Thema kommentiert Lebensmittel, die Sie beim Abnehmen unterstützen (1):  Schon mal mit Chia versucht. Nehme ich seit einiger Zeit zum Frühstück, zusammen mit Obst und Nüssen. Wie Du unter vitaminexpress.org nachlesen kann,  können Chiasamen beim Abnehmen unterstützen, da sie durch Ballaststoffe, Eiweiß und Fett lange satt machen, Heißhunger reduzieren und die Verdauung fördern, aber sie sind kein Wundermittel, sondern wirken nur in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung und einem Kaloriendefizit. Das man widerum am besten mit viel Bewegung erreicht
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15.03.2011  |  Kommentare: 0

Die Ohnmacht der Macht

Die Ohnmacht der Macht
Premiere von „Antigone“ am Wiener Volkstheater

442 v. Chr. schrieb der athenische Dramatiker Sophokles das Stück „Antigone“, dessen zeitlose Bedeutung gerade in der Inszenierung von Stephan Müller am Wiener Volkstheater erneut bewiesen wird. Die Handlung spielt im antiken Theben und ist schnell erzählt: Antigone, die Tochter des Ödipus, bestattet gegen das ausdrückliche Verbot des Herrschers Kreon ihren im Krieg gegen die eigene Stadt gefallenen Bruder, um den göttlichen Vorschriften Genüge zu tun. Kreon zürnt, denn sein Verbot sollte zur Abschreckung und damit dem Allgemeinwohl dienen, Antigone jedoch untergräbt durch ihr Handeln seine Macht. Unbarmherzig verkündet er sein Urteil: Antigone muss sterben.

In den beiden Hauptfiguren Kreon und Antigone personifiziert sich der große dramatische Gegensatz zwischen weltlicher Macht und ewigem Recht. Antigone kann nicht anders handeln, um vor sich selbst bestehen zu können, Kreon nicht anders, ohne das Fundament des Gemeinwesens, für das er Verantwortung trägt, zu beschädigen. Schon Hegel erkannte in dieser „Antinomie zweier gleichberechtigter Prinzipien“ das Wesen der Tragödie. Andere Geistesgrößen von Nietzsche bis Brecht lobten ebenfalls in den höchsten Tönen.

Müller nimmt sich des großen Stoffes an, ohne durch die Last der Rezeptionsgeschichte erdrückt zu werden. Statt auf grelle Effekte verlässt er sich ganz auf die beklemmende Sogkraft des Stoffes und seine famosen Darsteller, welche ihr Spiel in einer düster-metallischen Welt entfalten. Andrea Wenzl ist eine Antigone, welche sich mit an Fanatismus grenzendem Eifer für das göttliche Gebot entscheidet, sich im vollen Bewusstsein ihrer Schwäche gegen die weltliche Macht stellt und trotz ihrer Überzeugung nicht ohne Kummer von ihrem Leben Abschied nimmt: „Ohne Träne, ohne Freude, ohne Hochzeit werde ich Unglückselige diesen bereiteten Weg geführt.“ In der Annahme ihres Schicksals und gleichzeitigen Verzweiflung darüber wird diese Antigone plötzlich sehr menschlich.

Nicht minder fanatisch (und fantastisch) ist Günter Franzmeier als Kreon. Für den Sieg Thebens gab er schon einen Sohn, nun sieht er sich dazu erkoren, durch strenge und gerechte Herrschaft seine Stadt in eine bessere Zukunft zu führen. Keinen Widerstand darf er dabei dulden, aber nicht nur sein Gerechtigkeitsempfinden, auch sein Stolz lassen ihn verbissen an seinem Entschluss festhalten. Doch auch er ist kein Unmensch. Als er erfährt, wer gegen sein Verbot verstieß, raubt es ihm den Atem – er weiß um die Konsequenzen. Am Ende steht vor den Toten, die er heraufbeschwor, ein gebrochener Mann: „Nichts habe ich, wohin ich blicke, wo ich mich anlehnen kann; denn alles ist bröcklig, was ich in Händen halte; aufs Haupt traf mich ein schwer zu verwindendes Geschick.“

Müller und seinem Ensemble gelingt es, ein kanonisches Stück derart unverbraucht auf die Bühne zu bringen, dass man alles verbliebene Wissen aus dem Deutschunterricht vergisst. Weltliteratur in packenden 90 Minuten, spannender als jeder Krimi.

(pm)

Fotos: Volkstheater


 

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