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26.01.2014  |  Kommentare: 0

Opernredoute 2014

Opernredoute 2014
   
16. Grazer Opernredoute an der Grazer Oper.

Eine ereignisvolle Woche näherte sich ihrem Ende. Es war Samstagabend und wir machten uns für die Opernredoute bereit. Kleider, passender Schmuck mit Brillanten und Perlen waren ausgesucht, die letzten Striche unseres Make-Ups aufgetragen, das Haar mit dem Lockenstab perfektioniert. „Mama, warum hast du ein Kleid an?“, fragt mein dreijähriger Sohn lautstark und mit glänzenden Augen. Er wollte sofort mitgehen. In ein paar Jahren gerne.

Im Opernhaus angekommen, erblickten wir Damen in ihren Abendroben (einige Fauxpas wurden gesichtet), Herren in Fracks und mit Fliege und waren bereit, uns unter das prominente Publikum des beliebten Grazer Balls zu mischen.

Die Menschenmengen drängten sich rechts und links abseits des Tanzparketts und überließen die Bühne frei für das Grazer Philharmonische Orchester mit Chefdirigent Dirk Kaftan. Zauberhaft-süß begann es mit einer Tanzeinlage zu den Ungarischen Tänzen Nr. 5 von Brahms, getanzt von den Eleven der Opernballettschule unter der Leitung von Diana Ungureanu. Die jüngsten Talente, 7 und 8, stellten sich im Interview mit dem Conférencier des Abends, Alfons Haider, nicht nur als talentierte Tänzerinnen, sondern auch als tüchtige Schülerinnen heraus, die jedoch an der Schule am liebsten die Pausen haben.

Hut ab vor der Choreografin Claudia Eichler, die 128 Debütanten auf die abwechslungsreiche und sinnliche Powershow vorbereitet hatte. Die Damen in weißen Roben und Herren in schwarzen Fracks stellten sich ebenso der Herausforderung und brachten das Publikum durch ihre Hüftschwünge im Salsa-Takt, mit sinnlichen Walzerschritten und überraschenden Tanzfiguren zum Applaudieren.

Mit einem weiteren Walzer gesellte sich anschließend das Grazer Publikum, das jedoch nach wenigen Minuten zu müde zum Tanzen wurden, dazu. Die Besucher verstreuten sich vermutlich im gesamten Gebäude, um sich interessanten Gesprächen zu widmen und die Opernküche, deren Geruch sich im gesamten Stiegenhaus verbreitete, auszukosten und zu verkosten.

Unter den Besuchern der Opernredoute erblickten wir Aglaia Szyskowitz, Peter Simonischek, Landeshauptmann Voves, Landeshauptmann Stellvertreter Schützenhöfer, Hansi Christoph jun., Dr. Fabisch von der Steiermärkischen Sparkasse, Hannes Kartnik mit Frau, Dr. Peter Panzenböck mit Frau, Dr. Eduard Lanz und Frau, ex-Minister Bartenstein, Remus-Lady Angelika Kresch, Dr. Smole, Richter Dr. Wlasak, „Mister Ferrari“ Heribert Kasper in Begleitung von „Mausi“ Lugner, Konsul Hornig mit Frau.

Mit viel nackter Haut und gewagten Bewegungen der Grazer Operntanzkompanie und dem rockenden Amadeus überaschte die Mitternachtseinlage den zweiten Teil der Opernredoute.

Bei der darauffolgenden Quadrille gingen die Reihen der Mittanzenden kreuz und quer. Wer locker blieb, hatte auch seinen Spaß dabei.

Danach verstreute sich das Publikum wieder überall im Haus. Wir tauschten den Ballsaal gegen die Studiobühne, in der eine Diskothek eingerichtet war, in der unter anderem Lieder der 70er Jahre tanzten Debütanten der Opernredoute.

Wenig große Abendroben wurden unsererseits gesichtet. Beliebt waren unter dem Publikum Tüllkleider, farbenmäßig bunt gemischt, schulterfrei, oft mit übermäßigem Stoffgewächs, Rüschentail und Federn.

Nach der Mitternachtseinlage waren wir, beide alleinerziehende Mütter, etwas gelangweilt – alleinstehend hat man auf so einer Veranstaltung keine Chance, einen Tanzpartner zu finden, wohl unser Vorbereitungsfehler – und so begaben wir uns auf einen Kaffee ins Operncafé.

Was in den geheimnisvollen „Lancóme“-Tüten der Damenspende steckte, können wir unseren Leserinnen nicht berichten, denn die Organisatoren verabsäumten es, einen Gutschein zu unseren Eintrittskarten beizulegen. Fehler passieren.


VS


 

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