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26.01.2012  |  Kommentare: 0

Der Fall Felix Primschitz - Teil 2

Der Fall Felix Primschitz - Teil 2
Gericht und Staatsanwaltschaft bleiben untätig!

Zur Erinnerung: Im Oktober 2011 verstarb völlig sinnlos der 23-jähige Grazer Felix Primschitz in der geschlossenen Abteilung der Landes-Sigmund-Freud-Klinik in Graz-Puntigam. Die Umstände waren in der Tat mysteriös. Nach dem auf „die- Frau.at“ veröffentlichten Obduktionsbericht wurden Herrn Primschitz am späten Nachmittag vor seinem Tode starke Medikamente in hoher Dosis verabreicht , um ihn bettlägerig zu stellen, da Selbstverletzungsgefahr bestand. Nach diesem Obduktionsbericht wurde Herr Primschitz am nächsten Tag tot in seinem Bett aufgefunden. Was zwischen diesem Nachmittag und dem nächsten Morgen geschah, bleibt ein Mysterium.

Und wenn es nach der österreichischen Justiz geht, soll das auch so bleiben.

Dass Herr Primschitz an einem Donnerstag in der Früh tot auf „der Geschlossenen“ gefunden wurde und er erst am darauf folgenden Dienstag obduziert wurde, ist offenbar nicht beachtenswert.

Wie von „die- Frau.at“ berichtet, erstattete Herr  Stefan Baumgartner, ein Freund des Verstorbenen, Strafanzeige gegen Unbekannt, weil er schweren Verdacht der fahrlässigen Tötung hatte. Diesen Verdacht stützte er auch auf medizinische Fehler der ab Sommer 2010 behandelnden Ärzte, sowie extremen psychischen Druck aus seinem familieren Umfeld. Die Strafanzeige wurde auf „die- Frau.at“ veröffentlicht.

Das Ermittlungsverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft Graz rasch eingestellt.

Der überraschte Herr Baumgartner stellte einen Fortführungsantrag, da seiner Meinung nach der Fall nicht einmal ansatzweise untersucht wurde. Die Staatsanwaltschaft lehnte rasch auch diesen Antrag ab.

Herr Baumgartner schloss sich als Privatbeteiligter an das Verfahren an und stellte erneut Antrag auf Fortführung des Ermittlungsverfahrens. Dieser Antrag wurde vom Landes-Strafgericht Graz zurückgewiesen. Stattdessen wurde Herr Baumgartner zur Zahlung von 90 Euro für Gebühren aufgefordert.

Ermittlungen kosten eben auch, wenn nicht ermittelt wird.

Zu erwähnen ist hier aber auch, dass Herr Primschitz mütterlicherseits aus einer in Graz gut vernetzten Ärzte- und Juristen-familie stammt.

Wie ungerne sich österreichische Behörden und Ärzte mit Opfern aus solchen Familien auseinandersätzen und durch „Nichteingreifen und Augenschließen“ hervorragen, ist den heimischen Medien in regelmäßigen Abständen zu entnehmen.

DerAutor

Titelbild: Eigenwerk. Dargestellt: Herr Primschitz beim Salsa-Unterricht

 





 

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