
Oft konstultieren Patientinnen mit einem Hautproblem einen Dermatologen und fragen nach einem Wundermittel oder Patentrezept. „Die meisten Frauen müssten aber nur ihren Speiseplan umstellen. Natürlich ist es ein zusätzlicher Bonus, wenn die Haut von außen, mit Cremes oder Lotionen, vor schädigenden Umwelteinflüssen und der Wirkung von Freien Radikalen geschützt wird. Doch die Pflege alleine kann eine gesunde Haut-Diät nicht ersetzen“, gibt Dr. Mitchel P. Goldman, Dermatologe an der University of California an. Die Zutaten für einen perfekten Teint gibt es im Obstladen. Wahre Beauty-Bomben sind Beeren. Erdbeeren z.B. enthalten besonders viel Vitamin C (bereits zirka 120 Gramm decken den Tagesbedarf von 75 Milligramm), das bei der Restrukturierung von hauteigenem Kollagen hilft. Blaubeeren werden gerade auf ihre Anti-Aging-Wirkung untersucht – schon länger erwiesen ist, dass sie über die dreifache Menge an Antioxidantien verfügen wie eine Orange. Das Betacarotin aus Aprikosen wirkt wie ein Peeling von innen: Es verhindert das Austrocknen und Verhornen der Haut und sorgt gleichzeitig dafür, dass die alten Zellen abgestoßen werden. Reine Bioaktivstoffpakete sind gedörrte Früchte. Ihr Betacarotin-Gehalt ist etwa fünfmal höher als in der frischen Variante. Mangos sind die idealen Sommerfrüchte, weil ebenfalls reich an Betacarotin, dem Sonnenschutzvitamin: Es beruhigt die Haut und bietet gleichzeitig Schutz vor UV-Strahlen, Rötungen gehen schneller zurück. Das bedeutet allerdings nicht, dass man auf ein kosmetisches Sonnenprodukt verzichten darf! Bereits 250 Gramm Honig-Melone liefern uns die benötigte Tagesdosis an Vitamin C. Erfolgserlebnis für die Haut: Das Bindegewebe wird gefestigt. Auch Äpfel sind Vitamin-C-Träger und stärken das Abwehrsystem. Ein Muss sind sie für Raucher: Sie wehren Schäden ab, die das Genussgift Nikotin hervorruft. Und sie verteidigen den Körper gegen Angriffe durch Pestizide und UV-Strahlen. Keine Neuheit, doch nach wie vor effektiv: ein Reistag pro Woche; die entscheidenden Wirkstoffe sind Kalium zum Entschlacken, sowie Vitamin B für Haut und Haar.
Und die größten Feinde der Haut? Alkohol verursacht Rötungen – ein Zeichen dafür, dass sich die Blutgefäße weiten und die Haut auf Dauer trockener wird. Der Expertentipp: zu jedem Drink ein bis zwei Glas Wasser! Coffein entzieht der Haut gleichfalls Feutigkeit. Auch hier gilt deshalb: pro Tasse Kaffee ein Glas Wasser. Noch besser ist es, auf grünen Tee umzusteigen, weil er besonders reich an Antioxidantien ist. Außerdem verfärbt er im Gegensatz zu Schwarztee nicht die Zähne. Schließlich soll der Pfirischteint a la Catherine Zeta-Jones ja von einem Julia Roberts-Lächeln gekrönt werden.
(dz)
die-frau.ch
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